
Quietgirl aus Schleswig-Holstein überzeugten beim Landesfinale auf der Kieler Woche und treten als jüngste Band beim diesjährigen Bundesfinale an. (Foto: Gordon Krei)
Insgesamt 13 Newcomer-Acts aus der gesamten Bundesrepublik konnten sich in diesem Jahr für das local heroes-Bundesfinale qualifizieren. Auf sie wartet vom 3. bis 6. September 2026 ein ausgiebiges Musikcamp auf Schloss Hundisburg in Sachsen-Anhalt. Mit dabei ist auch die vierköpfige Jury, die anhand von Performances und Präsentation über die diesjährige Titelvergabe entscheidet.
Für das Fördernetzwerk local heroes ist es ein besonderer Jahrgang: Das Format feiert in diesem Jahr seinen 35. Geburtstag. Gestartet als überregionaler Bandcontest kurz nach der Wiedervereinigung mit dem Ziel, junge Musiker:innen aus Ost- und Westdeutschland miteinander zu vernetzen, hat sich der Musikpreis zu einem relevanten und außergewöhnlichen Gegengewicht und zugleich einer Ergänzung zu musikindustriellen Strukturen entwickelt. So sah das Musikcamp 2025 aus:
Der in Salzwedel ansässige Verein Aktion Musik / local heroes e.V. setzt sich dabei besonders für Popinfrastruktur im ländlichen Raum ein, ganz besonders in seinem Heimatbundesland Sachsen-Anhalt.Alle Bundesfinalist:innen qualifizierten sich über länderspezifische Vorausscheide und wurden somit als vielversprechendstes Up&Coming-Musikprojekt des jeweiligen Bundeslandes qualifiziert.
Das sind die local heroes Acts 2026 im Überblick:
- Baden-Württemberg: Blumen für mich (Alternative Indie-Rock aus Weingarten)
- Bayern: PLUME (Metalcore mit Hyperpop-Einflüssen aus Eching)
- Berlin: Hermitcrab (Avantgarde-Funk-Metal aus der Hauptstadt)
- Brandenburg: FLOE (Deutschpop-Singersongwriterin aus Ahrensfelde)
- Bremen: JoschY (Indie-Pop aus der Hansestadt)
- Mecklenburg-Vorpommern: Carls8erg (Experimental Indie & Hyper Pop aus Rostock)
- Niedersachsen: EYTHEE (Artpop aus Lüneburg)
- Nordrhein-Westfalen: Aylin Celik (Pop mit UK Garage-, Neosoul- und R&B-Einflüssen aus Düsseldorf)
- Rheinland-Pfalz: Vianne (Folk-Singersongwriterin aus Trier)
- Sachsen: sander dornblut (Indiepop im Stil der Hamburger Schule aus Leipzig)
- Sachsen-Anhalt: Raptiloiden (Satirischer Disko-Deutschrap aus Halle / Saale)
Schleswig-Holstein: Quiet Girl (Hardcore-driven Alternative Metal aus Lübeck) - Thüringen: kickpunchpow (Pop-Trap aus Jena)
In Hessen, dem Saarland und Hamburg fanden in diesem Jahr keine Landesveranstaltungen statt. Die local heroes 2026 gehen damit vom 3. bis 6. September mit 13 Acts ins Bundesfinalcamp nach Sachsen-Anhalt: Auf Schloss Hundisburg bei Magdeburg erleben sie ein viertägiges Musikcamp mit individuellen Coachings, Videodrehs und Live-Performances. Außerdem haben sie die Möglichkeit, vor Ort untereinander und mit Expert:innen aus der Musikindustrie zu netzwerken.

Die Live-Performances finden jeden Donnerstag bis Samstag jeweils ab 18:30 Uhr statt. Um die Konzerte vor Ort zu erleben, ist eine Voranmeldung über diesen Link erforderlich. Um eine Spende für den Verein Aktion Musik / local heroes e.V. wird dabei gebeten.
Die auf Schloss Hundisburg entstandenen Live-Musikvideos werden am 19. November veröffentlicht. In einem Online-Voting können Musikfans abstimmen, welcher Act den Titel "Bester Newcomer-Act Deutschlands" 2026 tragen soll.
Am 28. November treffen die local heroes-Acts dann im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Magdeburg auf Kulturbranche, Politik und Medien. Dort werden die spannendsten Newcomer-Acts Deutschlands ausgezeichnet. Neben dem Publikumspreis verleiht eine vierköpfige Fachjury Titel wie „Beste:r Vocalist:in“ oder „Beste:r Instrumentalist:in“ sowie den Jury-Gesamtpreis. So lief die Veranstaltung im letzten Jahr:
Die Jury besteht in diesem Jahr aus dem Musikjournalisten und Artist-Coach Martin Hommel, Musikerin Marie Antoinette, Booker Chris Heide (c/o pop/Schockverliebt/KiezKultur Festival) und Produzent und Komponist Michael Vajna (u.a. Malky). Sie alle werden die 13 Bundesfinalist:innen in den nächsten Wochen nicht nur genau beobachten, sondern mit ihrer Expertise als Coaches unterstützen.
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Text: Lina Burghausen
Fotos: Gordon Krei, Cora Schrage





























