Die Finalsongs und Musikvideos der BahnhofBeats 2026 sind online! Mit Unterstützung von local heroes und Mein_EinkaufsBahnhof produzierten sieben Music-Acts aus ganz Deutschland eigene Songs - mit Sounds aus Bahnhöfen und ihren Shops in ihrer Region.
Nach aufregenden Tagen zwischen Recording, Videodreh, Fotoshooting, Songwriting-Session und Musikproduktion präsentieren die Newcomeracts nun ihre Ergebnisse. Damit startet das Newcomer-Förderformat BahnhofBeats in die Voting-Phase. Bis zum 18. Juni können Musikfans über den besten BahnhofBeats-Song des Jahres abstimmen, um sich selbst sowie ihren Lieblingsartists hochwertige Sachpreise zu sichern. Hier geht es zum Voting!
Das sind die Musikvideos der BahnhofBeats 2026:
Die BahnhofBeats sind ein gemeinsames Projekt von Aktion Musik / local heroes e.V. und Mein_EinkaufsBahnhof mit dem Ziel, vielversprechende Newcomer-Acts bei der Professionalisierung zu unterstützen und zugleich die Einkaufsbahnhöfe des Landes musikalisch erlebbar zu machen. In diesem Jahr konnten sich Alicee aus Erfurt, Jenoveva aus Mainz, MIK aus Hamburg, Katharina Engel aus Nürnberg, Nina Louisa Bell aus Berlin, MOSBACH aus dem Kreis Biberach sowie die Band Explain Colours aus Münster für die BahnhofBeats qualifizieren.
Ausgestattet mit Mikrofonen (Fieldrecordern) der Marke ZOOM suchten sie die spannendsten Klänge in sieben Bahnhöfen im Bundesgebiet und verarbeiteten diese in ihren Songs. Dabei wurden sie von Songwriting-Coach David Pfeffer (bekannt aus X-Factor) unterstützt. In diesem Jahr fanden die Aufnahmen in den Hauptbahnhöfen Berlin, Bremen, Aschaffenburg, Karlsruhe, Essen, Erfurt und Kassel statt.
Das Projekt bietet nicht nur jungen Musik-Acts ein großes Publikum, sondern 2026 erstmalig auch vielen aufstrebenden Videograph:innen: Für die ebenfalls heute erscheinenden Musikvideos zeichnen sich elf unterschiedliche kreative Köpfe verantwortlich, die die Zukunft der audiovisuellen Musiklandschaft in Deutschland prägen könnten.
Alicee ist Sängerin und veröffentlicht seit 2021 eigene Songs. Sie hat an der HfM Weimar mit Schwerpunkt Jazz-/Popvocals Musik studiert und spielt seit frühester Kindheit Klavier und Geige. In Schweden geboren und in Deutschland zwischen drei Sprachen und zwei Kulturen aufgewachsen, hat sie sich schon immer in den Zwischenräumen wiedergefunden.
Genau dieses Gefühl steht im Zentrum ihrer Musik. Ihr Song "not giving up" handelt von "Versuchsmut", davon, sich zu trauen, der eigenen Vision nachzugehen. Der cinematisch anmutende Dreampop-Song ist ein Soundtrack der Hoffnung. In dem Track sind Sounds aus dem Einkaufsbahnhof Erfurt (u.a. aufgenommen bei Viba, Haferkater und der Wiener Feinbäckerei Heberer) zu hören.
Explain Colours vereinen nostalgische 80s-Synth-Ästhetik mit zeitgenössischer Pop-Produktion und greifen gleichzeitig Einflüsse aus EDM, Metal und der techno-geprägten Münsteraner Clubszene auf. Das Trio entstand 2023 aus einem DIY-Projekt in Münster und entwickelte einen Sound, den die Band selbst 2080s Pop nennt.
Eine ordentliche Ladung Synths gibt es auch im BahnhofBeats-Song der Band, "ghosting me", zu hören. Dabei widmen sich Explain Colours dem gesellschaftlich inzwischen weit verbreiteten wie verhassten Phänomen des Ghostings. Passende Sounds für ihren Song hat das Trio in vielen Geschäften des Essener Hauptbahnhofs (u.a. dm, Hussel, press&books) gefunden.
JENOVEVA macht deutschsprachigen und feministischen Indie-Pop zwischen New Wave, Pop-Rock und Synth-Pop. Ihre Songs verbinden treibende Sounds mit direkten, introspektiven Texten über das, was oft unausgesprochen bleibt – persönlich, gesellschaftlich, emotional.
Ihr BahnhofBeats Song "Danke Nein" fängt die ambivalente Stimmung des Bahnhofs perfekt ein: Hier treffen Gegensätze aufeinander, hier begegnen sich Alltag und besondere Reisemomente. Der bildreiche Song scheut sich nicht vor Ecken und Kanten und hat Sounds aus dem Einkaufsbahnhof Kassel (u.a. aufgenommen bei Gleis 1, Woolworth und in den BALi-Kinos) verbaut.
Katharina Engel ist eine deutsche Songpoetin und Popsängerin. Ihre Musik bewegt sich irgendwo zwischen Melancholie und Rebellion, Intimität und Aufbruch, Zartheit und Energie. Mit klarer Stimme, sphärischen Synthieklängen und einer ungekünstelten Authentizität erschafft sie Songs, die anders schön sind. Schon im Alter von fünf Jahren begann Katharina, ihre Gefühle dem Klavier zu erzählen. Nach einem Musikstudium entwickelte sie schließlich ihren ganz eigenen Sound.
Ihr Song "kurz zu nah" handelt von One-Night-Stands und der Schnelllebigkeit, die die Liebe manchmal mit sich bringt. Zwischen Intimität und Tanzbarkeit besingt Katharina Engel den magischen Moment, wenn es Klick macht - man aber zugleich weiß, dass es nicht für immer ist. Für den Song hat die Künstlerin Sounds aus unzähligen Geschäften (u.a. AsiaDragon, Pizza & Snacks Delicious, Yorma's) und weiteren Orten am Hauptbahnhof Aschaffenburg aufgenommen.
Der Hamburger MIK begeistert mit seinem Deutsch-Indie-Pop-Sound – ein Artist, der Alltagsgefühle so direkt, ehrlich und poetisch ausdrückt, dass sich ein ganzer Raum darin wiederfindet. Seine Songs machen Mut, bleiben hängen und verbinden analoge Indie-Wärme mit modernen Hooklines.
Ein wahrer Hormonschub im Körper ist MIKs BahnhofBeats Song "Serotonin": Der Song besingt das, was dem oftmals grau erscheinenden Leben Farbe gibt. Unterlegt mit warmen Gitarrenklängen und Sounds aus dem Einkaufsbahnhof Bremen (u.a. aufgenommen bei press&books, Subway und Yorma's) erzeugt die Single eine nahbare Atmosphäre.
MOSBACH, bürgerlich Fabian Mosbacher und ehemals unter dem Künstlernamen Taubsii bekannt, macht Musik, die sich nicht verstellt. Seine Songs drehen sich um das, was echt ist: Verlust, Selbstfindung und das Suchen nach Nähe. Dass sein Sound ankommt, zeigen über 170.000 Streams auf seinem erfolgreichsten Track. Aktuell entwickelt er sich weg vom reinen Rap hin zu einem tanzbaren Indie-Pop-Vibe.
Mit seinem Song "RAUS AUS MEINEM KOPF" verarbeitet MOSBACH nicht nur Sounds aus zahlreichen Geschäften (u.a. dean&david, Schmitt&Hahn, Haferkater) und Orten des Karlsruher Hauptbahnhofs, sondern vor allem eine Trennung und die Schwierigkeit, damit abzuschließen. Das schwere Thema steht im Gegensatz zur energetischen, positiv wirkenden Grundstimmung des Songs und macht das damit verbundene Gefühlschaos umso greifbarer.
Nina Louisa Bell macht Neues Deutsches Chanson. Ihre Debütsingle „Berliner Nächte“ erschien am 5. November und schwankt zwischen 20er-Jahre-Glamour und verloren geglaubter Großstadtromantik. Sie wirkt wie eine Mini-Marlene Dietrich, während ihr Sound klingt, als hätten Lana del Rey und Reinhard Mey ein Kind bekommen. Auf den kleinen, verrauchten Barbühnen Berlins ist Nina zuhause und formt weiter ihre Artistkarriere.
Zwischen Chanson und Disney-esker Romantik besingt Nina Louisa Bell in ihrem BahnhofBeats-Song "So hell der Mond" den Mut, sich zu verknallen, nachdem man sich an der Liebe die Finger verbrannt hat. Ausgestattet mit Klavier, Streichern und den versteckten Bahnhof-Klängen aus den Mein_EinkaufsBahnhof-Shops (u.a. Brammibals, Calida, Einstein Café) schafft die Künstlerin ein ganz besonderes Momentum und bringt zeitlose Chanson-Vibes ins Hier und Jetzt.
Hier kannst in die Playlist bei Spotify reinhören:
Alle sieben BahnhofBeats-Artists sind ab heute auf Tour durch die Bahnhöfe, in denen sie ihre Sounds aufgenommen haben. Moderiert werden die Konzerte von Ingo Ruff, der Stimme der Deutschen Bahn.
Alle Termine für BahnhofBeats on Tour:
02.06. - 15:00 - 17:00 Uhr - Berlin Hbf, EG Mittelfläche - Nina Louisa Bell live
03.06. - 14:00 - 16:00 Uhr - Erfurt Hbf, Vorplatz - Alicee live
04.06. - 14:00 - 16:00 Uhr - Bremen Hbf, Vorplatz - MIK live
05.06. - 16:00 - 18:00 Uhr - Kassel Hbf, Vorplatz - Jenoveva live
15.06. - 15:00 - 17:00 Uhr - Karlsruhe Hbf, indoor - MOSBACH live
16.06. - 15:30 - 17:30 Uhr - Aschaffenburg Hbf, Vorplatz - Katharina Engel live
17.06. - 15:00 - 17:00 Uhr - Essen Hbf, Vorplatz - Explain Colours live
Darüber hinaus spielen alle BahnhofBeats-Acts Showcase-Slots auf den folgenden Festivals:
21.06. - Erfurt, Krämerbrückenfest - Barfüßerruine, ab 13:00 Uhr
27.06. - Essen, ExtraSchicht - Bühne am Hauptbahnhof, ab 17:00 Uhr
Alle Konzerte und Festivalshows sind kostenlos.
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Text: Lina Burghausen
Fotos: Line Tsoj













