Ankowitsch, Christian: "Dr Ankowitschs illustriertes Hausbuch" Sehr gut erinnert man sich an die erfolgreichen Vorgänger, "Dr. Ankowitschs kleines Konversations-Lexikon" und "Dr. Ankowitschs kleines Universal-Handbuch". Unzählige Unterhaltungen haben sie mit Teils sinnvollem, Teils unnötigem, aber gerade deswegen interessantem Wissen, bereichert.
Sehr gut erinnert man sich an die erfolgreichen Vorgänger, "Dr. Ankowitschs kleines Konversations-Lexikon" und "Dr. Ankowitschs kleines Universal-Handbuch". Unzählige Unterhaltungen haben sie mit Teils sinnvollem, Teils unnötigem, aber gerade deswegen interessantem Wissen, bereichert.
Nun liegt "Dr. Ankowitschs illustriertes Hausbuch" vor. Sofort erinnert man sich, dass auch die zurückliegenden Werke des Autors doch auch Abbildungen beinhalteten. Trotzdem ist das Hausbuch kein kalter Aufguss. Denn darin stehen vor allem Sachen im Vordergrund, die man bebildert besser darstellen kann als mit Worten: etwa die verschiedenen Formen von Autobahnkreuzen (Kleeblatt, Windmühle und Maltheserkreuz). Es gibt eben Sachen, die glaubt man erst, wenn man sie sieht. Kaum würde würde man auf Anhieb glauben dass Nigeria eine Fläche hat, die genauso groß ist wie Italien Deutschland und Großbritannien zusammen. Doch wenn man es gesehen hat, ist man überzeugt. Oder, versucht einmal, Handschattenspiele in Textform verständlich zu machen. Das Bild bestimmt also das gesamte Buch. Freudig blättert man auch nach dem zehnten Mal im Hausbuch und stöbert Fakten auf, die man so nicht wusste: zum Beispiel die Bedeutung der einzelnen Zahlen eines Strichcodes, mit dem man täglich zwangsläufig in Berührung kommt. Und falls in der Küche einmal Not am Mann oder an der Frau ist, hilft ein schneller Blick und schon kann man die verwendete Nudelsorte genau bestimmen. Nicht dass man beim "perfekten Dinner" noch einen Fehler begeht. Optische Täuschungen, die verschieden Stellen zum Geschmackwahrnehmen auf der menschlichen Zunge oder wie man einen Koffer effektiv packt, lernt man Mittels Bildern und Grafiken. Das verarbeitete Abbildungsrepertoire reicht von der Antike (die zwölf Aufgaben des Herakles) bis hin zur Moderne (Bauanleitung des Ikea-Klassikers "Billy"). Ganz aktuell, kann man sich einen Eindruck verschaffen, wie das Areal, in dem Saddam Hussein sich versteckte aussah. Es war nämlich nicht nur Loch im Boden. Nein, es gab schon noch "Nebengebäude". Und wer einmal einee vereinfachte Darstellung der zwölf WM-Stadien haben möchte, der wird auf Seite 29 fündig. Ganz ohne Sprache funktioniert das Buch dann doch nicht, muss es aber nicht. Hin und wieder greift der Autor auf Worte zurück, um einige Illustrationen zu erklären. Nichtsdestotrotz stehen die Abbildungen, Grafiken und Statistiken ganz klar im Vordergrund und laden immer wieder zum Rumblättern ein. "Dr. Ankowitschs illustriertes Hausbuch" macht Spaß, unterhält und bildet, was will man also mehr. Ich stöbere mal weiter… Oh, so putzt man ein Fenster also streifenfrei… Ankowitsch, Christian: Dr Ankowitschs illustriertes Hausbuch. Eichborn, 19,95 € Bildquelle: Bilder entnommen aus: Ankowitsch, Christian: "Dr Ankowitschs illustriertes Hausbuch" mit freundlciher Genemigung des Eichborn Verlags. Autor: Holger Günther Szenepunkt Redaktion Leipzig
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