ADORNO


der 11. september 2001 ist nicht wirklich wichtig. was da in den usa passiert ist, ist sicherlich eine mehr als 3000fache tragödie, aber das ist nicht wirklich wichtig, denn weiterhin sterben täglich 25.000 Menschen an Hunger, das ist wichtig! (denkt eigentlich noch jemand an den 11. september 1973?)

wichtig ist, dass gestern der amerikanische atombomben-pionier teller gestorben ist, solche leute müssen dahin zurück, woher sie kamen.

wichtig ist auch, dass millionen von kindern (menschen!) fünf tage in der woche um ihren gerechten schlaf und um ihre heilenden träume gebracht werden, und in eine institution gequält werden, die nix, aber auch gar nix, mit dem wirklichen leben zu tun hat. morpheus, sohn des hypnos, wo bist du?

wichtig ist ausserdem, zu wissen, dass tagtäglich milliarden von tieren gequält werden, um unseren hunger nach fleisch zu stillen und die kosmetikläden mit auserlesensten düften zu füllen. und noch wichtiger ist es, etwas dagegen zu unternehmen.

und ich weiss, dass musik wirklich wichtig ist. musik zu machen oder sich nach ihr zu bewegen, ist ein urbedürfnis der menschheit.
musik ist aber auch – nicht erst seit heute – ein politisches instrument, musik ist kunst & philosophie, psychologie & anarchie.

toberg






Detlev Claussen

Theodor W. Adorno
Ein letztes Genie

S. Fischer Verlag

Adorno eine herausragende Figur des kurzen 20. Jahrhunderts, der letzte Bürger, ein letztes Genie: Von der Kindheit noch im ausgehenden bürgerlichen Jahrhundert über die Schulzeit während des Ersten Weltkriegs, die intellektuelle Sozialisation in der Weimarer Republik, die Erfahrung des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs, das Exil in den USA des New Deal bis hin zur Rückkehr ins Deutschland der Adenauer-Ära und zum Studentenprotest Adorno ist der individuelle Punkt, in dem das »Jahrhundert der Extreme« sich exemplarisch verdichtet. Detlev Claussen begreift Adorno als Künstler, dessen weitgefächerte philosophische, soziologische, musikalische Interessen als Einheit zu verstehen sind.






Max Horkheimer und Theodor W. Adorno

Dialektik der Aufklärung
Philosophische Fragmente

Fischer Taschenbuch Verlag

Die von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno gemeinsam verfaßte "Dialektik der Aufklärung" ist der wichtigste Text der Kritischen Theorie und zugleich eines der klassischen Werke der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Philosophische Kritik, Auseinandersetzung mit dem Faschismus und die Resultate langjähriger empirischer Untersuchungen in den USA verschmelzen hier zu einer Theorie der modernen Massenkultur. Mit äußerster gedanklicher Schärfe beleuchten die Autoren die Kehrseite technischen und sozialen Fortschritts: "Aufklärung" als Herrschaft der Vernunft, als Unterwerfung der Natur unter die menschlichen Zwecke wird über sich selbst aufgeklärt.







Theodor W. Adorno

Gesellschaftstheorie und Kulturkritik

edition suhrkamp

Teddy (Adorno`s Spitzname) hält was er verspricht! Alles was Adorno sagt ist eine Aufforderung zum Mut, nicht dem Hammel nachzurennen, sondern individuelle Menschlichkeit zu riskieren.






Theodor W. Adorno

Minima Moralia.
Reflexionen aus dem beschädigten Leben.

Suhrkamp

"In Wahrheit ist Adorno Künstler gewesen wie Nietzsche, als dessen Nachfolger man ihn vielleicht einst begreifen wird. In Wahrheit hat er mit singulärer Gescheitheit dafür gelebt, die Kraft des erfahrenen Gedankens durchzusetzen gegen die Tendenz, auch in Philosophie, Soziologie, Ästhetik und anderen geisteswissenschaftlichen Sparten etwas stringent und lückenlos beweisen zu wollen."
Joachim Kaiser

Adorno schrieb das Werk "Minima Moralia" größtenteils noch während des Krieges. Der unmittelbare Anlass dafür war der fünzigste Geburtstag Max Horkheimers am 14.02.1945. Das Buch steht (wie auch schon der Titel zeigt) in der Tradition der philosophischen Ethik. Darin sind Reflexionen Adornos versammelt, die in unterschiedlichster Form (von Aphorismen bis hin zu Essays) dargestellt werden. Es ist "der Versuch, Momente der gemeinsamen Philosophie von subjektiver Erfahrung her darzustellen." (Theodor W. Adorno)






Rolf Tiedemann (Hrsg.)

Frankfurter Adorno Blätter

edition text + kritik

Die »Frankfurter Adorno Blätter« sind eine Buchreihe, in der das Theodor W. Adorno Archiv über seine Arbeit informiert: durch Abhandlungen und essayistische Beiträge über den Philosophen und Komponisten Adorno und sein Werk sowie über Kritische Theorie insgesamt. Im Vordergrund stehen unveröffentlichte Texte und Dokumente aus dem Archiv selber. Daneben werden in der Reihe auch ähnlich intendierte Arbeiten befreundeter Autoren publiziert.

Die Frankfurter Adorno Blätter setzen die Auseinandersetzung mit der Philosophie der Frankfurter Schule auf hohem Niveau fort. Hier kann man den Philosophen bei der Arbeit beobachten und nachvollziehen, wie er seine Gedanken entwickelt.






Theodor W. Adorno, Rolf Tiedemann

Aufarbeitung der Vergangenheit.
Audiobook. 5 CDs. Reden und Gespräche.

HÖR Verlag DHV

"Aufarbeitung der Vergangenheit"(1960): Angesichts der heutigen hysterischen und streckenweise unangemessenen Holocaust-Debatten, zeigt dieser Vortrag, welches Niveau bezüglich dieses sensiblen Themas möglich war.

"Bemerkungen zu Hegel" (1956): Wird dem, der Hegel nicht kennt, einen gehörigen Schrecken vor und Respekt für sowohl Hegel als auch Adorno verschaffen.

"Jargon der Eigentlichkeit "(1963): Gegen Heidegger und die Heideggerianer. Eine eifernde Polemik, die bis heute in Fachkreisen sehr kontrovers diskutiert wird.

"Das Altern der Neuen Musik"(1955): Der hegelianische Musik-Ästhetiker Adorno unter Volldampf.

"Zur Grundfrage der Gegenwärtigen Gesellschaftsstruktur" (1968): Historisch in jedem Fall bemerkenswert. Allen Marxisten, ob Neo-, Alt- oder Post-, ans Herz gelegt.

"Erziehung zur Mündigkeit" (1969, Gespräch mit dem Erziehungswissenschaftler Hellmut Becker): Pflichtlektion für alle Gesamtschulfanatiker und sonstige Gleichheitsschwärmer.






Streichquartette Von Eisler und Adorno (CD)

Theodor W. Adorno, Hanns Eisler, Leipziger Streichquartett

CD, cpo






Kompositionen (CD)

Theodor W. Adorno, Bertini/Orch.d.Oper Frankfurt

CD, Wergo (SunnyMoon)






Adorno, Theodor W. (eigtl. Theodor Wiesengrund) dt. Philosoph, Soziologe und Musiktheoretiker * 11.9.1903 Frankfurt/M. † 6.8.1969 Visp (Kanton Wallis) Minima Moralia, 1951 Einleitung in die Musiksoziologie, 1962 Als Philosoph, Soziologe und Musikwissenschaftler zählt Theodor W. Adorno zu den herausragenden Theoretikern deutscher Sprache. Die Dialektik der Aufklärung, die er gemeinsam mit Max R Horkheimer verfasste, gilt als eine der wichtigsten philosophischen Arbeiten des 20. Jahrhunderts. 1921 begann Adorno ein Studium der Philosophie, Musikwissenschaften und Psychologie. Nach der Promotion ging er 1925 für zwei Jahre nach Wien, um bei Alban Berg (1885 bis 1935) und Eduard Steuermann(1892-1964) Komposition und Klavier zu studieren. 1931 habilitierte er sich bei Paul Tillich (1886 bis 1965) mit einer Arbeit über SØren R Kierkegaard und wirkte als Privatdozent in Frankfurt/Main. Nachdem ihm 1933 die Lehrerlaubnis entzogen worden war, emigrierte Adorno 1934 nach Oxford, vier Jahre später folgte die Übersiedlung nach New York. In den Jahren in Los Angeles 1941-49 entstanden u.a. die Dialektik der Aufklärung, die Studien zum autoritären Charakter und die Minima Moralia. 1949 kehrte Adorno nach Frankfurt zurück, wurde Professor am Institut für Sozialforschung und an der Universität. Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. zur Musiksoziologie und zur ästhetischen Theorie. 1961 initiierte er den "Positivismusstreit" in der deutschen Soziologie und vertrat mit Jürgen R Habermas die Position der Kritischen Theorie u.a. gegen den Kritischen Rationalismus von Hans Albert (*1921) und Karl Popper (1902-94).






weiterlesen:

Theodor W. Adorno Forschungsstelle an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

"Das Altern der Neuen Musik", SWR2-Radioessay von Jakob Ullmann

"Die Frankfurter Schule", "Kritische Theorie und Moderne Physik" von Ingo Teßmann an der Technischen Universität Hamburg-Harburg

 

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in echt!

von: leser  15.4.2010         

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