Local Heroes 2010 - Wir stellen vor! Nievida stellen sich kurz vor dem Local Heroes Bandcontest unseren Fragen
Am 20.08. ist es soweit - wir gehen zusammen mit fünf talentierten Bands auf die Bühne des Local Heroes Kreisentscheids. In diesem Jahr fahren wir alle hübsch an den Rotenburger Weichelsee um zu gucken, welcher Künstler es verdient hat, in das Landeshalbfinale nach Hannover zu fahren. Wer entscheidet das? Ihr entscheidet das, die Besucher. Dazu kommt dann noch eine Jury. Damit ihr euch einen Überblick über die diesjährigen Teilnehmer machen könnt, hier einmal Nievida aus Bremervörde. (cm)
Heute im Gespräch NIEVIDA.
ROWP: Moin Mucker. Ganz schnell zu Anfang: Beschreibt euch doch mal in fünf Worten.
NIEVIDA: Selbstständig, Engagiert, Gelassen, Selbstbewusst, Tolerant
ROWP: Irgendwo haben wir doch schon mal was von euch gehört. Was ist eure bisher größte Leistung?
NIEVIDA: Wir haben dieses Jahr das Ska-Punk Festival „Fonsstock“ in Nordenham, nach Angaben der Veranstalter „gebührend“, eröffnet.
ROWP: Warum macht man eigentlich Musik? Geld? Frauen? Grober Unfug?
NIEVIDA: Wir, als politische Band, machen Musik, um die Leute zum Nachdenken anzuregen und sie auf Missstände in der Welt und besonders in unserem Land hinzuweisen. Außerdem haben wir einfach riesen Spaß Musik zu machen und sie zu präsentieren.
ROWP: Reimer Bustorff oder so hat mal gesagt, man solle miteinander Musik machen, nicht gegeneinander. Sind Bandwettbewerbe nicht eigentlich scheiße oder hat Burstorff einfach keine Ahnung?
NIEVIDA: Wir finden jede Band hat ihre ganz eigenen Qualitäten und ihren ganz eigenen Stil, weshalb sich Bands untereinander nur schwierig oder gar nicht vergleichen lassen. Bandwettbewerbe sind für uns und wahrscheinlich auch für viele andere Bands eher eine Plattform um sich zu präsentieren und musikalische und persönliche Erfahrungen untereinander auszutauschen. Somit schließt ein Bandwettbewerb die Aussage Bustorffs ja nicht aus.
ROWP: Der Landkreis Rotenburg wird außerhalb seiner Grenzen wohl nicht unbedingt als Brutstätte großartiger Musik gehandelt. Was erzählt Ihr in Berlin, Hamburg und München über die Musikszene eurer Heimat?
NIEVIDA: Für uns zeichnet sich unser Landkreis durch eine sehr familiäre Musikszene aus, da sich viele Bands untereinander kennen und auch verstehen. Es wird vielleicht weniger der Kommerzielle Erfolg der Bands groß geschrieben, dafür aber umso mehr der Spaß an der Musik und das Miteinander.
ROWP: Hättet Ihr eine mobile Bühne mit allem Pipapo zehn Tage lang zur freien Verwendung, wie sähe der Tourplan aus?
NIEVIDA: Vorneweg würden wir auf jedenfall versuchen, so viele Shows in den zehn Tagen zu spielen wie möglich. Anfangs würde sich das wahrscheinlich noch auf lokale Venues beschränken in denen man noch bekannter ist, aber nach den ersten Tagen würden sich die Shows aus 2 Gründen auf ganz Deutschland verteilen. Zum einen um selber viel rumzukommen und zum anderen um auch überregional von uns hören zu lassen besonders in Gebieten, die vielleicht noch eine weniger ausgeprägte Musikszene haben. Außerdem würden wir uns sicherlich den einen oder anderen Support mitnehmen.
ROWP: ...und was ist jetzt so ganz besonders toll an euch?
NIEVIDA: Einerseits sind wir als Band sehr stolz darauf, dass wir bisher immer unser Ding selbständig durchgezogen haben und uns auch zwischenmenschlich gut verstehen und gut ergänzen, weshalb wir auch noch in unserer Bandgeschichte keinen einzigen Mitglieder-, Namens-, oder was auch immer Wechsel hatten. Außerdem sind wir sehr Selbstständig und machen zum Beispiel Aufnahmen, Grafiken und Organisatorisches selber.
ROWP: Na siehste, wieder einen Ticken schlauer. Schönen Dank dafür und wir sehen uns am 20.08. auf der Bühne am Rotenburger Weichelsee. Ordentlich Gas geben, nä?
Quelle: row-people.de |